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Lebensmittel

Der Kaffee als Spekulationsobjekt:

Kaffe ist Spekulationsprodukt. Er wird an der Rohstoffbörse in New York gehandelt und da zählt nur das Gesetz des Marktes.

Benachteiligt sind die Kleinbauern, denn sie erhalten so wenig Geld für ihren Kaffee, dass sie kaum davon leben können.

Der Faire Handel ist eine internationale Bewegung für mehr Gerechtigkeit im Welthandel. Er ermöglicht es kleinen Produzenten aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern und die Konsumenten können mit dem Kauf fair gehandelten Kaffees den globalen Warenaustausch ein bisschen gerechter gestalten.

Beispiel: Kaffeekleinbauern in Tierra Colorada, Mexiko


Für die 44 Kaffeebauern aus Tierra Colorada und ihre Familien ist es besonders wichtig, dass sie ihre Kaffeepflanzungen erneuern und damit ihr Einkommen sichern können. Ihre Heimat wurde jedoch von Mexikos Regierung zu einem Nationalpark erklärt. Deshalb sind sie von Vertreibung bedroht und leben außerdem unter schwierigsten Bedingungen ohne Strom und fließendes Wasser.

Der Rückhalt durch den Fairen Handel der GEPA und ihrer Mitgliedsgenossenschaft "San Fernando" schützt die Mitglieder aus Tierra Colorada. So können sie selbstbewusster in Verhandlungen mit der Regierung auftreten und gewinnen mehr Einfluss auf ihr Schicksal.

Alejandro Jimenez Hernandez, Schriftführer des Mitglieder-Ausschusses von Tierra Colorada: „Wir wollen bleiben mit Würde oder gehen mit Würde, aber nicht einfach so gehen.“

Um die Kaffebauern zu unterstützen zahlt die GEPA  zusätzlich zum fairen Preis einen Aufschlag von fünf US-Dollar pro 100 amerikanische Pfund Rohkaffee (45,36 Kilogramm). Die Kaffeebauern haben entschieden, mit diesem Geld die Dächer ihrer Häuser mit Blech zu decken: So können sie das knappe Regenwasser besser ableiten und auffangen, das sie zum Beispiel als Trinkwasser dringend benötigen.

Genusswelt Mango

Im Weltladen sind sie nicht mehr wegzudenken: schmackhafte Mangoprodukte. Die Früchte für die feinen Mangoprodukte wie zum Beispiel die getrockneten Mangos, den Mango-Fruchtaufstrich, Mango-Sirup oder "MangoMonkey"-Fruchtgummis reifen auf natürliche Weise am philippinischen Carabao-Mangobaum.

Mehrere tausend Kleinbauernfamilien pflegen und erhalten dabei ihre meist nur ein bis zwei Mangobäume ohne Einsatz von Chemie.

Aufgrund steigender Nachfrage durch den Fairen Handel in Deutschland bepflanzen Kleinproduzenten heute Brachland mit weiteren Mangobäumen. Eine ökologisch sinnvolle Entwicklung, denn im Schatten der Mangobäume entstehen wertvolle Ökosysteme für viele Tier- und Pflanzenarten.

Durch die erhöhte Nachfrage in Deutschland ist der Marktpreis für Mangos auf den Philippinen regional deutlich gestiegen. Auch Kleinbauernfamilien, die ihre Mangos bisher nicht über den Fairen Handel verkaufen konnten, erhalten dadurch heute höhere Preise.


Die vitaminreichen getrockneten Mangos sind mit einem Fettgehalt von 0,6 g* und einem Brennwert von 282 kcal*  eine gesunde Alternative zu Schokolade (Fett 31g*,536 kcal*, angaben jeweils pro 100g).

Die PREDA-Stiftung und die Mangoproduktion

Die PREDA-Stiftung ist weltweit für den Einsatz für Kinderrechte bekannt.
Die zahlreichen Erfolge im jahrzehntelangen Kampf gegen Kinderprostitution und andere Menschenrechtsverletzungen, die Preda immer wieder internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung verschaffen, basieren auf einem umfassenden Gesamtkonzept, mit dem der Leiter Shay Cullen und sein Team die Ursachen dieser Mißstände bekämpfen.


Neben öffentlichkeitswirksamen Kampagnen, der juristischen Verfolgung von Tätern oder therapeutischen Hilfen für die Opfer sexuellen Missbrauchs setzt PREDA dabei vor allem auf den Fairen Handel als Präventionsstrategie. Denn Prävention ist besser als Heilung!
Nach Untersuchungen von UNICEF gibt es auf den Philippinen schätzungsweise 100.000 Kinderprostituierte, weltweit über eine Million.


Für Preda ist die weit verbreitete Armut der philippinischen Bevölkerung die Hauptursache für die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Der Kinderhandel ist perfekt organisiert und nutzt die Armut und die oftmals ausweglos erscheinende Lage der Kleinbauern schamlos aus.

Der Faire Handel mit Mangos bietet in dieser Situation einen erfolgreichen Ausweg. Mit den kontinuierlichen Mehrpreiszahlungen für ihre Mangofrüchte können bereits tausende Familien einen gesicherten Lebensunterhalt erwirtschaften. Dies schafft die Voraussetzung für ein behütetes und sicheres Zuhause für die Kinder. Mit dem Erlös eines großen Mangobaumes können z.B. die kompletten Schulkosten für zwei Kinder für ein Jahr gedeckt werden.